Sanierung schreitet voran

Unser Student berichtet:

Von der Uni wieder in die Praxis. Seit dieser Woche bin ich wieder bei DOMA und freue mich auf die bevorstehende Arbeit. Die letzten drei Monate lernte ich viel Theoretisches im Studiengang Bauwesen, Fachrichtung Projektmanagement an der dualen Hochschule Mosbach, was ich nun gut im Büro und auf den Baustellen umsetzen kann. In der Zwischenzeit sind viele Bauvorhaben bei DOMA deutlich vorangeschritten. In Rülzheim findet nächste Woche die Hausübergabe statt, in Jockgrim ist es auch in Kürze soweit. Einige neue Aufträge sind hinzugekommen, darunter auch zwei Sanierungen in Mechtersheim und Rheinzabern.

Ein Projekt verfolge ich seit der ersten Stunde: Ein umfangreiches Sanierungs- und Modernisierungsprojekt in Römerberg. Mit dem heutigen Eintrag möchte ich meine persönlichen Eindrücke etwas beschreiben.

 

Ende 2012 wurde der Bauantrag für das Bauvorhaben in Römerberg eingereicht. Zuvor habe ich mit einer Kollegin die Aufmaßpläne erstellt und wir haben uns im Team und mit den Bauherren Gedanken über verschiedenste Entwurfsmöglichkeiten gemacht.

Im März 2013, in meiner letzten Praxisphase bei DOMA von vier Wochen, liefen bereits die Ausschreibungen für die ausführenden Tätigkeiten auf Hochtouren. Wir suchten einen Rohbauer, Dachdecker, Fensterbauer, Heizungsinstallateur, Elektriker und einen Stuckkateur. Die Abrissarbeiten, um den neuen Anbau realisieren zu können,  hatten bereits begonnen.

Anfang dieser Woche war ich bei einem Vor-Ort-Termin dabei.

Bautenstand
Mit großem Erstaunen über die Baufortschritte der letzten drei Monate betrat ich die Baustelle. In der doch recht kurzen Zeit entstand ein komplett neues Dach. Der Anbau mit Flachdach wurde ebenfalls fertig gestellt, wodurch das Haus ein ganz neues Erscheinungsbild bekommt. Auf den neuesten Stand der Technik gebracht wurden auch die Fenster, die komplett ersetzt wurden.
Jedoch veränderten sich nicht nur die Äußerlichkeiten, auch im Inneren war ich beeindruckt. So waren z.B. die nötigen Stützträger komplett, Vorrichtungen der sanitären Anlagen sowie die Elektrik sind fertig.

Derzeit bekommt das Haus ein Wärmedämmverbundsystem, um ganzheitlich alle energetischen Standards zu erfüllen und auch um die entsprechenden Förderungen zu erhalten. Dennoch soll der Charakter des Hauses nicht verlorengehen. Es werden zum Beispiel neue Klappläden aus Holz angebracht und auch im Innern wird einiges Altes wieder zu neuem Leben erweckt werden.

Einfamilienhaus vor der SanierungWährend der Sanierung

Der Innenausbau ist nun in vollem Gange und vom Estrichleger bis zum Maler sind noch einige Gewerke in Arbeit. Wenn ich wieder an die Hochschule gehe, werden die Bauherren bald einziehen. Bis dahin gibt es allerdings auch für mich noch einiges an dieser Baustelle zu tun.

Michael R.

Modernisiert 2006 – ein Zwischenbericht 2012

Sechs Jahre sind seit der Modernisierung und Sanierung dieses Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung vergangen. Zeit für einen Zwischenbericht 2012. Wie lebt es sich in einem sanierten Altbau? Wie haben sich die Energiekosten entwickelt?

vorher

 

1950 errichtet,  2005 und 2006 nach einem detaillierten Plan zum Neubaustandard saniert und modernisiert.

 

nacher

 

 

 

 

Ein kleiner Balkon ersetzt heute die Schleppgaube, Fensterfronten wurden vergrößert und die Fotovoltaikanlage auf dem Dach produziert Strom.

 

 

 

Die ursprünglich beengte und dunkle Eingangssituation erhiehlt ein großzügiges „Entree“ aus Stahl und Glas.

 

Entstanden ist ein großzügiges Foyer mit der massiven Eichentreppe als Herzstück, die erhalten, mehrmals geschliffen und versiegelt wurde.

Auch die vorhandenen Holzfußböden erhielten einen neuen Schliff.  Moderne, großzügige Bäder ersetzen heute die damaligen Nasszellen.

Verschiedene Räume wurden erweitert oder funktionell verändert und heutigen Wohnvorstellungen angepasst. Heute ist das ehemalige Wohnzimmer die Küche mit direkter Verbindungstür zum Carport. Das damalige „Herrenzimmer“ wurde durch einen Durchbruch um einen Raum erweitert und ist heute das Wohn- und Esszimmer.

Neben den wohnlichen Aspekten wurde das Objekt auch in energetischer Hinsicht optimiert. Durch verschiedene Maßnahmen ergab der Soll-Ist-Vergleich eine Energieeinsparung von 75%. Folgende Maßnahmen wurden dabei realisiert:

  • Anbringen eines Wärmedämmverbundsystems
  • Austausch Fenster und Rollläden
  • Einbau einer Gasbrennwertheizung
  • Erneuerung des Daches mit Zwischen- und Untersparrendämmung etc.

Die Heizkostenabrechnungen der ersten fünf Jahre im „Altbau nach Neubaustandard“ liegen nun vor. Der laut Wärmeschutznachweis berechnete Jahresheizwärmebedarf vor der Sanierung wurde mit fast 23.000 kWh berechnet. Tatsächlich angefallen sind für die zwei Wohneinheiten durchschnittlich 19.200 kWh/Jahr.

Es konnten durch die durchgeführten Maßnahmen sogar mehr Heizkosten eingespart werden, als theoretisch berechnet wurden.

Entstanden ist ein aus energetischer Sicht effizientes und aus wohnlicher Sicht ein gemütliches und attraktives Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung in einer Top-Lage.

Die Begeisterung der Familie ist ungebrochen. „Wir haben hier ein Paradies gefunden und fühlen uns von Anfang an pudelwohl. Die Kombination aus Alt und Neu unterstreicht den Charakter des Hauses. Wir lieben besonders die alte Treppe, die neuen, großen Fenster zum Garten hin und den kleinen Balkon ganz oben – natürlich auf der Sonnenseite mit Blick ins Grüne.“

 

Neu, schön und effizient modernisiert

   Erinnern Sie sich? http://www.architektenbauen.de/blog/?p=142

Die Modernisierung und energetische Sanierung sind mittlerweile abgeschlossen und das Haus wurde übergeben. Die schöne Wohnlage in Frankweiler war für unsere Bauherren entscheidend und dient nun als Altersruhesitz für die rüstigen Rentner. Bereits vor dem Kauf des Objektes waren unsere Architekten involviert und vor Ort dabei, um hinsichtlich der baulichen Substanz zu beraten. Das 1963 erbaute Haus war zwar modernisierungsbedürftig, aber in einem guten Grundzustand. Sowieso angetan, stand nach der fachlichen Diagnose dem  Kauf nichts mehr im Wege. In Gesprächen und Vor-Ort Terminen wurde das energetische Konzept sowie die neue Gestaltung/Anordnung der Räume geplant. Dabei legte man kleine Räume im Erdgeschoss zusammen und erhielt einen großzügigen Wohn-, Ess- und Kochbereich. Die Fenster wurde an den richtigen Stellen größer. Dem traumhaften Fernblick wurde somit Rechnung getragen. Das Dachgeschoss wurde als Studio ausgebaut mit Blick auf die Weinberge. Neue, moderne Bäder, Türen, Bodenbeläge und Wände gehören zur optischen Modernisierung.

Einfamilienhaus in Frankweiler vor der Modernisierung

VORHER                                                                 NACHHER

Neben der wohnlichen Komponente, bei der Gestaltung und Ideenreichtum gefragt sind, gibt es die zweite wichtige Säule, wenn es ums Modernisieren geht. Alles Schöne ist wertlos, wenn nicht an den richtigen Stellen investiert wird. Bei diesem Objekt konnte durch verschiedene Maßnahmen der Primärenergiebedarf (Energiebedarf der gesamten Haustechnik) um 70% gesenkt werden von 273kWh/m² auf 84kWh/m², was einem KfW-Energieeffizienzhaus 115 entspricht. Die KfW Bank fördert diese Vorhaben mit günstigen Dahrlehen und gewährt einen Schuldenerlass. Das Dach wurde erneuert und gedämmt, die Fassade erhielt ein Wärmedämmverbundsystem, Schwachstellen wie Glasbausteine wurden entfernt, Fenster- mit Wärmeschutzverglasung erneuert, ebenso die Hautür. Eine neue Brennwertheizung wurde installiert mit angeschlossenen Solarflachkollektoren zur Brauchwassererwärmung.

Was hier innerhalb von sechs Monaten entstanden ist, ist das Ergebnis einer konsequenten Planung, Organisation und Koordination gepaart mit einer professionellen Bauleitung vor Ort. Vom ersten Moment an sind hier Spezialisten aus allen technischen Bereichen gefragt. Architekten, Statiker, Energieberater, Heizungsbauer, Elektriker, Fensterbauer, Stukkateure, um nur einige zu nennen. Unseren Bauherren wurde am Ende „ein Stück Wunschhaus mit Sicherheit von Anfang an“ überreicht.